Willkommen in Alchen,














... im drittgrößten Stadtteil des staatl. anerkannten Luftkurortes Freudenberg im Siegerland!

Der Heimat-und Verschönerungsverein (HuV) als Betreiber dieser Seite stellt Ihnen kurz unser Dorf vor und gibt den anderen ortsansäßigen Vereinen die Möglichkeit, auf dieser Startseite zu Ihrem Internetauftritt zu verlinken.
Desweiteren haben wir die ansässigen Firmen hier aufgeführt.

Desweiteren zeigen wir Ihnen auf den Seiten des HuV Alchen die vielfältigen Tätigkeitsbereiche unseres Vereines auf.

Aber nun erst einmal wichtige Eckpunkte Alchens:



Lage

Alchen liegt im östlichen Teil des Stadtgebietes Freudenberg und grenzt im Südosten unmittelbar an die Stadtgrenze von Siegen an. Die Hauptverkehrsverbindungen zum Stadtzentrum Freudenberg und zum Oberzentrum Siegen bilden die Kreisstraßen K 6 (Seelbacher Straße/Bühler Straße) und K 22 (Im Seifen, Ri. Niederholzklau). Der Kernbereich der Stadt Freudenberg liegt etwa 4,5 km Luftlinie von Alchen entfernt.

Siedlungsform

Ausgehend vom alten Ortskern am Zusammenfluss der beiden Bäche Alche und Seifen hat sich Alchen entlang der Verkehrswege von Siegen nach Bühl und von Alchen nach Niederholzklau entwickelt. Im Laufe der Zeit ist so der Charakter eines Straßendorfes entstanden. Die Ortslage ist damit stark auseinandergezogen und hat die Form eines Ypsilons. Erst die Siedlungserweiterungen der letzten 25 Jahre haben die Berghänge flächig erschlossen. Es hat sich in den letzten Jahren eine überwiegend aufgelockerte Einfamilienhausbebauung entwickelt.

Alchen liegt eingebettet in die typische Siegerländer Mittelgebirgslandschaft und ist geprägt durch landwirtschaftlich genutztes Grünland in unmittelbarer Ortsrandnähe sowie überwiegend Niederwald (Laubwald), dem sogenannten Hauberg.

Die Grundversorgung ist durch eine Sparkassenfiliale, eine Bäckereifiliale, einen Getränkemarkt und einer Gaststätte gesichert. An den Ortsrandlagen sind einige nichtstörende Gewerbebetriebe angesiedelt.


Bauleitplanung

In Alchen bestehen zur Zeit drei rechtsverbindliche Bebauungspläne. Zwei dieser Pläne sind noch von der ehemaligen selbständigen Gemeinde Alchen erstellt worden. Diese Baugebiete sind entsprechend den planungs- und gestaltungsrechtlichen Festsetzungen im Laufe der Jahre fast vollständig bebaut worden.

Ein weiterer rechtsverbindlicher Bebauungsplan ist zur Zeit in Durchführung. Hier werden in der nördlichen Ortslage an die vorhandenen Siedlungsgebiete anschließend in Ein- und Zweifamilienhäusern ca. 110 neue Wohneinheiten geschaffen.


Versorgung und Entsorgung

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung erfolgt durch die Stadtwerke Freudenberg, die ihr Trinkwasser (Talsperrenwasser) vom Wasserverband Siegerland beziehen.

Abwasserbeseitigung

Alchen ist bis heute zu etwa 98 % an die zentrale Abwasserbeseitigung der Stadt Freudenberg angeschlossen.


Abfallbeseitigung

Die Stadt Freudenberg bedient sich des Dualen Systems Deutschland (DSD), das die Abfälle per Mehrkammerbehälter sortiert einsammelt und - soweit möglich - der Wiederverwertung zuführt.


Gemeinschaftsanlagen

Friedhof

Alchen hat zwei Friedhöfe. Der alte, im Ort selbst liegend, soll nach Ablauf der Ruhefristen als Grünanlage (Bürgerpark) hergerichtet werden. der neue Friedhof wurde vor 35 Jahren (1969) außerhalb des Dorfes als Waldfriedhof mit einer Friedhofskapelle angelegt.

Ev. Gemeindezentrum

Ev. Vereinshaus

Feuerwehrgerätehaus

Grillhütte

Grundschule

Kindergarten

Sportplatz

Tennisanlage

Turnhalle

Flächen- und Einwohnerzahlen

Alchen hat eine Größe von insgesamt 3,82 qkm und hatte am 30.06.2002 1984 Einwohner, 973 männlich, 1.011 weiblich.



Etwas Historie muss auch sein

Die Geschichte Alchens begann, als vor etwa 2000 Jahren Eisenhüttenleute im "Fahrtenseifen" und an der "Mommelsgrube" je einen Schmelzofen aufbauten. Ob Alchen seitdem bewohnt blieb, ist nicht sicher zu sagen. Jedenfalls scheinen aber zu irgendeinem frühen Zeitpunkt einmal drei Bauernhufen bestanden zu haben, die sich in die Gemarkung teilten. Aus ihnen entstanden mit der Zeit drei getrennt liegende Weiler: "Siffen", "Enken" und "Oberdorf", die erst in den letzten 150 Jahren durch Neubauten miteinander verschmolzen. Noch um 1700 hatte Alchen drei Hauberge, die "Heinzenhube", "Mühlenhube" und "Nadelnhube" hießen und wohl noch letzte Spuren der ursprünglichen  drei Hufen waren. In der Mitte der drei Weiler stand am "Nöchel" die alte Kapelle und spätere Schule.

1344 wurde Alchen mit vielen anderen Siegerländer Dörfern zum ersten Male, und Zwar im "Bickener Mannbuch", genannt. Es musste den Adeligen von Bicken den Zehnten abgeben. Nach der ältesten noch vorhandenen Steuerliste von 1461 hatte Alchen damals 7 bis 9 Häuser und 50 Einwohner. 1563 hatte das Bauerndorf Alchen 20 Häuser, 122 Einwohner, die eine Herde von 11 Pferden, 145 Kühen, 149 Schafen und 64 Schweinen hielten. Von seiner Blüte in dieser Zeit sank Alchen 1626 fast wieder auf den Stand von 1461 zurück. Die Ursachen sind uns nicht bekannt. Waren es Pest, Rote Ruhr, Blattern, Brände? Bis zum Jahre 1690 erfolgte ein langsamer Wiederaufstieg. Das Jahr 1718 brachte die große Neuordnung der Hauberge. Alchen mit den meisten Dörfern des Kirchspiels Holzklau führte nicht den Guldenjahn, sondern den Malterjahn ein, der in Meste und Becher geteilt wird. Es wurden alle dem Hauberg einmal entzogenen Hackfelder zurückgefordert. Der Hauberg sollte Holzkohle und Korn bringen. Bei wachsender Bevölkerung wirkte die Haubergsordnung hemmend. Die vorhandenen Felder wurden nach der üblichen Erbteilung in immer schmalere Streifen zerlegt; neue Felder konnten aber nicht gerodet werden, der Hauberg gab nichts ab. Über diese und andere wirtschaftlichen Gegebenheiten entwickelte sich Alchen vom Bauerndorf über ein Weberdorf  (etwa 1750 bis 1850), ein Bergmannsdorf (etwa 1848 bis 1935) bis zum Industriearbeiterdorf.

Als Zeichen der Gesundung Alchens müssen gewertet werden: 1882 bis 1896 Bau der Landstraße Seelbach-Bühl, 1903 Bau einer zweiklassigen Schule, 1906 Gründung einer Dorfbücherei, 1911 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr und Bau einer Mühle mit Dreschmaschine und Holzsäge (privat), 1923 Anschluß an das Licht- und Kraftstromnetz, 1932 Anlage eines Weidekamps, 1933 Eröffnung der Omnibuslinie Alchen-Eichen, 1938 Bau der Gemeindewasserleitung. (Auszugsweise aus Wilhelm Ring: Alchen - Die Geschichte eines Siegerländer Dorfes, 1954).