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IKEK in Alchen

Integriertes Kommunales Entwicklungs-Konzept - IKEK in Alchen

Information nicht angekommen ?

oder

Ganz einfach kein Interesse ?

Über den derzeit in Freudenberg laufenden IKEK-Prozess wurde durch die Siegener Zeitung, die Internet-Seite der Stadt Freudenberg, die Internet-Seite des Heimatvereins (Aktuelles v. 29.5.2017), im Schaukasten des Heimatvereins, im Schaukasten des Ortsvorstehers, sowie durch weitere Aushänge informiert. Enthalten war auch die Einladung an alle Alchener zu einem Bürgerforum am 13.06.2017 um 18.30 Uhr in der Grundschule Alchen. Hier sollten in einem gemeinsamen Werkstattgespräch unter der Moderation einer Planungsgesellschaft Stärken und Schwächen des Stadtteils analysiert, sowie Projektideen für Verbesserungen entwickelt werden.

Leider war das Interesse der Alchener Bürgerinnen und Bürger doch sehr gering. Von den insgesamt 6 Vertretern Alchens gehörten allein 3 dem Vorstand des Heimat- und Verschönerungsverein an. Einer davon war der Ortsvorsteher Michael Blume. Gleichwohl enwickelte sich eine intensive Diskussion über den Ortsteil Alchen, den vielen bereits vorhandenen positiven Faktoren (Kindergarten, Schule, Vereine, Bäcker, Metzger, Getränkeladen), aber auch den noch vorhandenen Defiziten. Allen Teilnehmern war klar, dass viele Dinge, wie z.B. eine hausärztliche Versorgung oder eine „Dorfkneipe“, von privaten wirtschaftlichen Entscheidungen abhängig ist. Gleichwohl wurden einige besondere Projekte herausgearbeitet, die als Dorfentwicklungsprojekte für das IKEK-Verfahren vorgeschlagen werden sollten. In einer sogenannten „Stadtteil-Safari“ wurden die potentiellen Projekt-Orte am 20.6.2017 in der Zeit von 9.00-10.30 Uhr aufgesucht, um die jeweiligen Vorhaben ergänzend zu diskutieren und zu dokumentieren.

Am Startpunkt der „Safari“, der Buswende gegenüber der Schulturnhalle in Alchen, fanden sich um 9.00 Uhr ein:

  • Vera Lauber Raumplanung Berleburg
  • Andreas Benthien Stadt Freudenberg
  • Michael Längler Stadt Freudenberg
  • Henrik Irle Alchener Bürger u. Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes
  • Martin Lucke Alchener Bürger u. Vorsitzender des Heimatvereins

Weitere Bürger, die bereits auch im Workshop vertreten waren, konnten diesen Termin aufgrund der vorgegebenen Tageszeit und beruflicher Verpflichtungen leider nicht wahrnehmen. Stationen der Stadtteil-Safari und die Projekte

Hinter der Ley/ Öffnung eines Luftschutzstollens

Durch die Öffnung eines, derzeit im Zugangsbereich zugeschütteten, Luftschutzstollens, soll seine Existenz erlebbar gemacht werden. Dabei ist es allerdings nicht geplant, diesen Stollen für Besucher begehbar zu machen. Eine Vergitterung des Stollens im Eingangsbereich würde es jedoch ermöglichen, dass Fledermäuse hier heimisch werden.

Pausenhof Grundschule/ Erweiterung und Attraktivitätssteigerung des Spielplatzes

In der Ortsmitte und ihrer näheren Umgebung existiert derzeit kein Spielplatz. Lediglich einige wenige Spielgeräte (Rutsche und Klettergerüst) befinden sich am Rand des Pausenhofes der Grundschule. Hier sollte eine intensive Überplanung der Fläche mit dem Ziel einer Erweiterung und Attraktivitätssteigerung erfolgen. Ein Spielplatz mit einem breiten, interessanten Angebot würde den Bereich um Schule und Backes als wahrnehmbaren Dorfmittelpunkt und Treffpunkt deutlich aufwerten. Darüberhinaus finden im Verlauf eines Jahres immer wieder Veranstaltungen (Schule, Heimatverein) statt, bei denen der Spielplatz ein festes Angebot für die anwesenden Kinder sein könnte. Ganz sicher würde der Spielplatz auch von den anwesenden Kindern der zahlreichen Familienfeiern im Backes gern genutzt.

Sportplatz Wolfskaute/ Bolzplatz hinter dem Kunstrasenplatz

Bereits bei der Planung und Erstellung des Kunstrasenplatzes wurde eine Bolzplatz hinter dem Stadion angedacht. Dieser Gedanke soll erneut aufgegriffen werden um einen Treffpunkt für Jugendliche (unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit) zu schaffen, auf dem letzlich nicht nur Fußballspielen möglich ist. Zur Ausstattung könnten WLAN und eine Sitzgruppe gehören.

Neuer Friedhof Alchen/ Gestalteriche Aufwertung eines verwilderten Teils des Friedhofs

Eine beträchtliche, innerhalb der Abgrenzungen liegende, Teilfläche des Friedhofes wurde in den zurückliegenden Jahren nicht gepflegt und verwilderte daher. In diesem Bereich befinden sich auch noch Erdaufschüttungen aus den Anfängen des mFriedhofes. Der Heimatverein hat diese Fläche mit Unterstützung des Haubergvorstehers durchforstet und gesäubert. Ziel wäre es, den Friedhofsteil wie einen kleinen Park zu entwickeln, und in die Gesamtgestaltung des Friedhofes einzubeziehen. Hierzu wäre eine Überplanung der Fläche (gewisse Terassierung durch Fortführung bereits bestehender Wege unter Verwendung der vorhandenen Erdhaufen) und die Durchführung überschaubarer Tiefbauarbeiten erforderlich. Die Bepflanzung wäre zu ergänzen; Wegflächen könnten mit einer Mulchschicht versehen werden; einige Ruhebänke installiert werden. Perspektivisch stünde diese Fläche, bei einem künftigen Bedarf (der absehbar ist), für eine Urnenbestattung unter Bäumen in einem abgegrenzten Bereich zur Verfügung. Auf immer mehr Friedhöfen werden derartige Bereiche geschaffen. Neben dem eigentlichen Friedhof beinhaltet das Projekt auch eine Verbesserung der Zufahrt zu Friedhof und die bauliche Aufwertung von Teilen des Parkplatzes.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Projekte seitens der Stadt Freudenberg die Aufnahme in den Projektkatalog IKEK finden. Auf jeden Fall sind dies aber Projekte, die bei einem Prozess „Unser Dorf hat Zukunft“ weiter verfolgt werden sollten.

Alchen, 16.07.2017