Grillhütte

Silberhütte

In den Jahren ab 1977 entstand in den Reihen des Vorstandes der Wunsch für den Bau einer Grillhütte. Als besonders idyllisch und geeignet erschien das Gebiet im Hochwald in Verlängerung des Eckenwegs im Mertenseifen.

Es wurde Kontakt mit dem Vorstand der Alchener Waldgenossenschaft aufgenommen und hier der Wunsch des Heimatvereins vorgetragen. Man stieß auf offene Ohren, mit Schreiben vom 10. April 1979 erteilte die Waldgenossenschaft Alchen ihr Einverständnis, dass im oberen Mertenseifen auf dem ehemaligen Wohnhausplatz Fichtner (Familie Fichtner, Vertriebene aus dem deutschen Osten, hatte hier in den Nachkriegsjahren in einem Behelfsheim gewohnt und später in Alchen neu gebaut) die Erstellung einer Grillhütte genehmigt wird. Diese Einverständniserklärung wurde mit einem ordentlichen Pachtvertrag vom 1. Juni 1980 auf die erforderliche rechtliche Grundlage gestellt.

Grillhütte

Zwischenzeitlich war  von Seiten des Heimatvereins Kontakt mit dem Stadtbauamt aufgenommen worden, um von hier Unterstützung bei der Erarbeitung der Baupläne und für die Baugenehmigung zu bekommen. Für die Bauzeichnung wurde auf vorhandene Unterlagen für den Bau einer "Köhlerhütte" zurückgegriffen, wie sie in gleicher Bauweise für den Zweckverband Naturpark Rothaargebirge schon einmal erstellt worden war. Hierbei handelte es sich um eine sechseckige Konstruktion mit einer Nutzfläche von 15,6 qm und einem umbauten Raum von 62,0 cbm. Für die Bauausführung war eine Holzkonstruktion vorgesehen, die auf eine 15 cm starke Betonplatte aufgesetzt werden sollte. Die äußeren 6 Stützen waren in Einzelfundamente zu verankern. Die Außenwände wurden mit einer Holzstülpschalung verkleidet, das Dach zunächst mit einer Holzverschalung versehen, die mit Dachpappe bedeckt wurde.

Unser Bauantrag wurde am 14. Mai 1979 über das Stadtbauamt eingereicht. Am 22. August 1979 erteilte die Bauaufsichtsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein die Baugenehmigung. Die Bauarbeiten selbst wurden in Eigenleistung bis Ende des Jahres 1979 ausgeführt, so dass im Frühjahr 1980 die offizielle Inbetriebnahme erfolgen konnte. Die Bauschlussabnahme konnte am 25. Februar 1980 vom Stadtbauamt Freudenberg durchgeführt werden. Mit einem großen Grillfest wurde die Silberhütte (den Namen "Silberhütte" hatte der Vorstand des Heimatvereins gewählt, weil hier im 19. Jahrhundert - 1867 bis etwa 1885 - ein Grubenfeld, die "Hermannszeche", eingerichtet war, auf dem nach Blei-, Zink- und Nickelerz geschürft wurde) am Sonntag, den 18. Mai 1980, eingeweiht. Hierzu waren alle Alchener Bürger eingeladen worden.

Von dieser Zeit an kann die Silberhütte für alle Art Feierlichkeiten gemietet werden. Der erste Hüttenwart war Hans-Werner Gieseler, am 10. Februar 1988 wurde er von seinem Bruder Erfried Gieseler in diesem Amt abgelöst. Im November 1998 übergibt Erfried Gieseler das Amt des Hüttenwarts an seine Ehefrau Christa Gieseler, die bis heute Vermietung und die übrige Betreuung der Hüttengäste vornimmt (Telefon 02 71 / 37 06 99).

Als eine weitere Baumaßnahme im Bereich der Silberhütte war 1990/91 die Erstellung einer Wasserstelle. Hier konnte auf eine vorhandene Quelle zurückgegriffen werden. Eine Bruchsteineinfassung markiert seitdem die "Silberquelle" (Offizielle Indienststellung war am 1. November 1991).

Grillhütte

Eine Reparaturmaßnahme größeren Ausmaßes wurde im Jahre 2000 erforderlich, die marode gewordene Dacheindeckung musste erneuert werden. Die seinerzeit verwendete Dachpappe bzw. Papp-Dachschindeln wurden gegen eine komplette Kupferblecheindeckung ausgetauscht. Vier Jahre später, 2004, entschloss sich der Vorstand - nach langwieriger Abwägung - die Grillhütte mit einer verschließbaren Türe zu versehen.

Nachstehende Hüttenordnung muss von jedem Hüttengast beachtet und eingehalten werden:

Hüttenordnung

  1. Die Silberhütte kann grundsätzlich von Jedermann benutzt werden.
  2. Interessenten werden gebeten, sich vor Benutzung der Hütte bei der Hüttenwartin Christa Gieseler, Alchen, Eckenweg 28, Telefon  02 71 / 37 06 99, anzumelden.
  3. Grillgerätschaften können bei der Hüttenwartin entliehen werden. Zu entrichtender Kostenbeitrag für Hüttenmiete einschl. Gerätschaften: € 12,50/€ 17,50. Brennmaterial (Holz, Holzkohle) ist selbst zu besorgen. Für die Hüttenbenutzung ohne Inbetriebnahme des Grills bzw. der Feuerstelle ist ein Kostenbeitrag von € 10,00 zu entrichten. Entliehene Gerätschaften sind unverzüglich in sauberem Zustand an die Hüttenwartin zurückzugeben.
  4. Es sollte für jeden Hüttengast selbstverständlich sein, dass er die Silberhütte und das Hüttengelände in sauberem Zustand verlässt.
  5. Das Grillen und offenes Feuer auf dem Vorplatz sind verboten.
  6. Für Unfälle wird nicht gehaftet.
  7. Das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Hüttengelände ist nicht gestattet. Als Parkplatz ist der etwa 200 Meter unterhalb der Silberhütte gelegene Freiplatz (Waldparkplatz) zu benutzen.
  8. Das Zelten und Campieren auf dem Hüttengelände ist verboten.
  9. Der HuV Alchen erwartet von jedem Hüttengast, dass die in der Nähe wohnenden Anlieger des Eckenweges nicht durch übermäßigen Lärm, zu schnelles Fahren auf dem Zufahrtsweg usw. belästigt werden.

Frohe Stunden mit viel Geselligkeit wünscht der

HEIMAT- UND VERSCHÖNERUNGSVEREIN ALCHEN E.V.